Wie Schweden einmal war: Retrovägen – Von Göteborg nach Nossebro

Wen es in seinem Schwedenurlaub an die Westküste, in die Umgebung von Göteborg oder ein Stück weiter ins Landesinnere, zieht, findet seit Mai 2014 einen neuen Anziehungspunkt.

Entlang der Landstraße 190 sowie Abstechern nach Lerum und Alingsås haben sich etliche Enthusiasten zusammengeschlossen um die Zeit der 1940er bis 1970er Jahre wieder aufleben zu lassen und den Besuchern eine Reise in die Zeit des schwedischen Volksheims zu ermöglichen!

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Am 24. Mai 2014 fand die offizielle Eröffnung der knapp 80 Kilometer langen Erinnerungstour statt. Entlang des Weges und diverser Abstecher liegen eine Reihe von Lokalen, Museen, Wohnungen, Tankstellen, Ab-Hof-Verkäufen und vieles mehr.

Die Tour beginnt im Nostalgicum Museum (Byfogdegaten 3) in Göteborg. Dort liegt der Schwerpunkt auf dem Lebensstil der 1950er und 60er Jahre. Viele der ausgestellten Kleider dürfen anprobiert werden. Im angeschlossenen Café Dagny warten die voluminösen Räksmörgåsar auf hungrige Besucher. In der Jukebox laufen die Hits jener Jahre.

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Zwei Zimmer mit Küche lautet das Motto im Kortedala Museum, in eben jenem Göteborger Stadtteil, der in den 1950er Jahren entstanden ist. Viele der damals gebauten Häuser wurden zwischenzeitlich zwar renoviert, die ursprüngliche Fassadengestaltung blieb aber erhalten, sodass die Besucher der Museumswohnung in die Zeit, als die Häuser entstanden sind, zurückversetzt werden.

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In Olofstorp befindet sich das Café MaryAnna mit zeittypischer Einrichtung und Backwerken. Jeden Donnerstag treffen sich Liebhaber amerikanischer Automobile der 1950er Jahre vor dem Café.

Die Second-Hand Butik des schwedischen Roten Kreuzes in Sjövik bietet allerlei interessante Gegenstände aus vergangenen Jahrzehnten. Der Butik ist eine Ausstellung über die Geschichte des Roten Kreuzes sowie weiterer, von Zeit zu Zeit wechselnder Austellungen, angeschlossen.

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Das Vandrarhemmet in Sjövik bietet Übernachtungsmöglichkeiten in Räumen mit der Ausstattung der 1950er und 60er Jahre an. Im Sommer werden Gebäck und Kuchen nach Rezepten aus den 1950er Jahren in originalen Tassen aus dieser Zeit serviert.

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Ebenfalls in Sjövik gibt es Hagströms Lanthandel. Seit über einhundert Jahren werden die Waren über den Ladentisch verkauft. So wie es in den Tante-Emma-Läden auch bei uns lange üblich war.

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Brobackas Kaffestuga verwöhnt seine Gäste mit Waffeln nach einem Originalrezept aus der Gründungszeit des Cafés in den 1950er Jahren.

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Die Museumseisenbahn „Anten-Gräfsnäs-Järnväg“ liegt am See Anten und führt über 12 km. Die Betriebszeiten der Schmalspurbahn sind auf der Homepage www.agj.net zu finden. Fester Bestandteil der Anlage ist eine repräsentative Anzahl von alten schmalspurigen Eisenbahnwaggons und Fahrzeugen aus ganz Schweden.

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In der Nähe der Museumseisenbahn liegt das Transportmuseum. An manchen Tagen sind die Busse in Betrieb. Wann dies der Fall ist, erfährt man unter dieser schwedischen Telefonnummer: +46 (0)727-472161.

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Stora Mellbys Lanthandelsmuseum ermöglicht den Besuchern einen Blick in ein vollausgestattetes Geschäft wie es früher in Schweden am Land üblich war. Im Anschluss an das Museum gibt es einen Flohmarkt mit alten und neuen Gegenständen.

Die Idee zum Retrovägen stammt von den Bewohnern und Geschäftleuten der Ortschaft Nossebro. Dort befinden sich über zwanzig Plätze die sich der Alltagsgeschichte Schwedens der 1950er und 1960er Jahre widmen. Zum Beispiel Nossebro elektriska affär, das Geschäft musste 1969 schließen und fiel mitsamt seinen Waren wie alten Lampen, Radioapparaten, Schallplatten und Elektrokabeln in einen fast vierzigjährigen Dornröschenschlaf. Heute ist der Laden nach Voranmeldung zu besichtigen.

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Umfangreiche Informationen in schwedischer Sprache über Nossebro und seine zeithistorischen Sehenswürdigkeiten sind unter diesem Link zu finden: http://www.retrovagen.se/Pages/Page.aspx?pageId=1639

Bildnachweis: Alle Bilder www.retrovagen.se


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