10 Highlights in den Schären vor Stockholm

Nord/Süd-Linie im Schärengarten
Im Jahr 2015 startete der Waxholmsbolaget eine Nord/Südlinie, die von der nördlichsten (Arholma nord) bis zur südlichsten Schäreninsel (Nynäshamn) reicht. Von dort gibt es Bus- bzw. Zugsverbindungen nach Stockholm. Vor der Eröffnung der Linie war es schwierig zwischen den einzelnen Inseln mit dem öffentlichen Schiffsverkehr unterwegs zu sein, vor allem wenn man von Insel zu Insel „hüpfen“ wollte. Dies war nur mit mehrmaligem Umsteigen möglich. Für Touristen, die ohne eigenes Boot unterwegs sind, ist diese neue Linie brilliant.

Vaxholm
In Vaxholm kann man nicht nur ausgezeichnet Kuchen essen (siehe dazu einen meiner früheren Artikel „Nach Vaxholm – Zu Kaffee und Kuchen„), sondern im Restaurant des Waxholms Hotell auch einen ausgezeichneten Skärgårdslunch zu sich nehmen. Mit den Schiffen des Vaxholmsbolaget ist die kleine und charmante Stadt in knapp einer Stunde von Stockholm aus erreichbar. Ein Besuch von Vaxholms fästning die auf einer eigenen vorgelagerten Insel liegt, lohnt sich ebenfalls. Die Boote fahren im Hochsommer alle fünfzehn Minuten. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten.

Sandhamn
Die Fahrt von Stockholm (Anlegestelle: Strandvägen) bis Sandhamn dauert rund zwei Stunden. Die Insel liegt im äußeren Bereich des Schärengartens, danach kommen nur noch wenige Inseln und man befindet sich bald auf offener See. Sandhamn war in den Sommermonaten immer schon ein luxuriöser Tummelplatz für viele Stockholmer. Das Preisniveau in den Lokalen und den Hotels erreicht heute teils exorbitante Höhen. Andererseits handelt es sich vermutlich um eine der schönsten Inseln in den Schären. Seit Viveca Sten ihre Kriminalromane hier angesiedelt hat (siehe dazu meinen früheren Beitrag „Ein Mittsommerkrimi zu Mittsommer„) und sich die Verfilmungen im deutschsprachigen Raum großer Beliebtheit erfreuen, hat der Sommertourismus deutlich zugenommen. Vor allem Touristen aus Deutschland wurden auf die Insel aufmerksam. Die ganze Stimmung im Schärengarten kann man vermutlich in Sandhams Värdshus, einem Restaurant mit Glasveranda und Terrassenbetrieb, mitten im Zentrum des Ortes am Besten wahrnehmen. Einen Spaziergang durch den Ort und über die Insel sollte man sich nicht entgehen lassen. Aktuelle Infoblätter gibt es im örtlichen Touristenbüro.

Kvarnberget auf Sandhamn
Diejenigen die auf der Insel übernachten, sollten bei Schönwetter unbedingt auf den Kvarnberget gehen und den Sonnenuntergang genießen. Romantischer geht es kaum!

solnedkvarnsand

Radfahren auf Utö
Weit im südlichen Teil des Schärengartens befindet sich Utö. Von Stockholm erreicht man die Insel mit einer S-Bahn die bis Årsta Havsbad fährt, dort nimmt man die Fähre nach Utö. In Stockholm kann man sich auch gleich ein Fahrrad mieten und mitnehmen. Wer das nicht möchte kann auch auf der Insel ein Rad leihen (siehe dazu die Infos im Touristenbüro von Utö). Die Insel ist zehn Kilometer lang und bis zu dreieinhalb Kilometer breit und hat insgesamt etwa 230 Bewohner. Utö ist ein touristisches Hauptziel der Region mit etwa 300.000 Besuchern jährlich. Besonders beliebt ist der Besuch der mittelalterlichen Erzminen und Greta Garbos Strand. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es einige, unter anderem im Utö Värdshus. In der Hochsaison gibt es eine Reihe von gastronomischen Betrieben, eine Jugendherberge, Stugas zum Mieten oder Bed & Breakfast Anbieter.

Artipelag
Der Name ist eine Kreation aus den Worten Art, Activities und Archipelago. Es handelt sich um eine Projekt das Kunst, Kultur, Essen und Natur zusammenbringen möchte. Eine rund 10.000 m² große Ausstellungshalle ist genauso ein Bestandteil des Konzepts wie ein ökologisch geführtes Restaurant, das eine Vielzahl von Produkten aus dem eigenen Anbau, bzw. von regionalen Produzenten anbietet. Eingebettet in eine herrliche Landschaft und Aktivitätsangeboten auch für Kinder und Jugendliche liegt Artipelag zwar nicht im klassischen Sinn im Schärengarten, ist aber dennoch mittlerweile zu einem festen Bestandteil dessen geworden. Von Stockholm erreicht man es mit dem Bus, dem Boot oder dem eigenen Auto. Im Sommer ist unbedingt die Fahrt mit dem Boot zu bevorzugen. Nähere Infos sind auf der Homepage (mit deutschsprachigen Informationen) zu finden.

Grinda
Wie schon früher beschrieben („Mittsommer im Stockholmer Schärengarten auf Grinda„) ist die Insel auf jeden Fall eine Reise wert. Übrigens auch ein sehr guter Ort um sich ein Kajak zu mieten und durch den inneren Schärengarten zu paddeln. Aber Achtung auf die großen Ostseefähren, deren Fahrrinne in der Nähe verläuft!!!

Bullerö
Die Insel liegt wie Sandhamn im äußeren Schärengarten und wurde vor allem durch den schwedischen Maler Bruno Liljefors bekannt. Er kaufte die Insel im Jahr 1908 und ließ eine Jagdhütte errichten, die er im Sommer auch als Atelier verwendete. Liljefors war laut den Schilderungen seiner Zeitgenossen ein lebenslustiger Mensch. Bald gab sich in den Sommermonaten die Kunst- und Kulturelite Stockholms ein Stelldichein um an den privaten Festen des Künstlers teilzunehmen, u.a. Anders Zorn und Albert Engström waren Stammgäste. Heute ist die ehemalige Jagdstube ein Museum, dass sich mit dem Naturschutzgebiet auf der Insel auseinandersetzt und in dem auch Kopien von Bruno Liljefors Werken gezeigt werden. Auf der Insel gibt es noch Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und eine charmante Jugendherberge.

Svenska högarna
Ein besonderes Erlebnis stellt der Besuch der kleinen Inselgruppe Svenska högarna dar. Die Inselgruppe ist der östlichste Außenposten des Stockholmer Schärengartens und liegt rund 19 Seemeilen vom Festland entfernt. Die Insel wird von einer Leuchtturmwärterfamilie bewohnt. Da es keinen regulären Schiffsverkehr dorthin gibt, muss man mit der Familie telefonisch oder per Mail in Kontakt treten und eine Überfahrt vereinbaren. Vorort gibt es die Möglichkeit in einer von wenigen Bootshütten für SEK 400,- die erste Nacht und SEK 200,- für jede weitere Nacht zu wohnen (Stand 12.9.2016). Neben dem Leuchtturm ist die Natur die Top-Sehenswürdigkeit.

Grönskär
Unweit von Sandhamn liegt Grönskår. Im 17. Jahrhundert wurde hier ein Leuchtturm errichtet. Das Baumaterial transportierte man von Gotland hierher. Als man merkte, dass die Sandsteinlieferungen für den Bau des Gebäudes nicht reichen würden, begann man zusätzlich Granit von der Insel zu verwenden. So kam es zur auffälligen Optik des Leuchtturms. Wie viele andere ist auch dieser Leuchtturm seit langer Zeit nicht mehr in Betrieb. Vor einigen Jahren wurde er von der „Skärgårdsstiftelsen“ renoviert und kann seither besucht und bestiegen werden. Da es keinen regulären Schiffsverkehr gibt, muss man in Sandhamn ein Taxiboot mieten.

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