INDISKA – Mode und Interieur, jetzt auch in Deutschland

Seit vielen Jahren gehören die regelmäßigen Besuche in einer INDISKA Filiale, die es in so gut wie jeder größeren schwedischen Stadt gibt, zum fixen Programm unserer Aufenthalte.

Die auf Mode, Accessoires und Interieur spezialisierte Handelskette gehört zu den auffälligsten und ungewöhnlichsten Unternehmen Schwedens.

Gegründet wurde INDISKA im Jahr 1901 von Mathilda Hamilton, die von 1894 bis 1901 als Missionarin unter anderem in den Gebirgsregionen des nördlichen Indiens tätig war. In den 1950er Jahren kaufte der Geschäftsmann Åke Thambert den in der Regeringsgatan in Stockholm ansässigen Betrieb und benannte ihn in Indiska Magasinet um. Heute leitet Åke´s Enkelin, Sofie Gunolf das Unternehmen. In den 1970er Jahren begann die große Expansion in Skandinavien, heute verfügt INDISKA über rund 100 Butiken in Schweden, Norwegen, Finnland und Island.

Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen in diesem Segment fällt auf, wie viel Wert INDISKA auf Nachhaltigkeit legt. Ganz im Sinne der Gründerin werden heute noch viele Produkte in Indien gefertigt. Man kümmert sich um faire Arbeitsbedinungen, ökologische Aspekte im Produktionsablauf und sorgt für die Schulbildung der Mitarbeiterinnen und deren Kinder.

Der Stil der Produkte lässt sich am ehesten als „indisch-orientalisch inspirierter Bohemian-Style auf Schwedisch interpretiert“ beschreiben. Die Tuniken und Blusen sind  locker geschnitten, meist sehr bunt und oft aus Leinen gefertigt. Die Dekorations- und Einrichtungsartikel, wie Kissen, Gardinen, Kerzenhalter, Porzellan und Möbel sind oft im Vintage-Look. Die Kombination aus Mode und Interieur macht INDISKA aus. Mir fällt spontan in Deutschland kein anderes Unternehmen ein, dass über ein derartiges Sortiment verfügt. Dieses Alleinstellungsmerkmal vergrößert natürlich die Chance auf einen erfolgreichen Einstieg in Deutschland.

Im Herbst 2014 hat INDISKA den Schritt nach Deutschland gewagt und im Hamburger Stadtteil Barmbek im Shoppingcenter „Hamburger Meile“ die erste Butik außerhalb Skandinaviens eröffnet. Sollte dieser Shop die Erwartungen erfüllen, stünde als nächstes ein Geschäft in Berlin am Plan. Bis der schwedische Filialist nach Süddeutschland kommt, wird noch etwas Zeit vergehen. Man wolle nicht zu schnell und unkontrolliert wachsen, ist aus dem Umfeld der Geschäftsführung zu hören. Eine löbliche und mittlerweile ungewöhnliche Sichtweise für einen Filialisten.

All diejenigen die in der nächsten Zeit weder nach Skandinavien noch nach Hamburg kommen können, haben die Möglichkeit über den Online-Shop des Unternehmens einzukaufen. Eine deutsche Sprachfassung des Shops existiert bis dato nicht, allerdings steht Englisch im Menü zur Auswahl. Die Preise werden in Euro angezeigt. Die Versandkosten sind mit Euro 9,90 innerhalb Deutschlands gedeckelt (Stand 19.2.15).

Bedauerlicherweise wurde die englische Sprachfassung vom Netz genommen. Auch in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmens wird nicht mehr von einer Lieferung nach Deutschland gesprochen. Dieser Service scheint somit aktuell nicht verfügbar zu sein (Stand: 8.3.2018).

Eigentlich unverständlich, dass ein Unternehmen das aus einem EU-Land stammt (Schweden) und in einem anderen EU-Land (Deutschland) über einen Shop verfügt, seine potenziellen Kunden außerhalb der Stadt in der es ein Ladengeschäft betreibt (Hamburg), nicht mit einem Online-Shop bedient.  

Bildnachweis: Alle Bilder stammen von www.indiska.com/se

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