Gernstls kulinarische Ermittlungen: Schweden

Franz Gernstl ist ein bekanntes Fernsehprofil in Bayern. Seine Reisesendungen, die ursprünglich für den Bayrischen Rundfunk produziert worden sind, haben sich mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht.

Im Jahr 2013 machte sich Franz Gernstl auf den Weg nach Schweden um die dortige Küche kennenzulernen. Die daraus entstandene Sendung erhielt den spektakulären Titel „Gernstls kulinarische Ermittlungen„.

Aktuell ist der Film auf dem Youtube Kanal des Bayrischen Rundfunks zu finden (Der Link startet, wenn man im vorherigen Absatz auf den hinterlegten Titel klickt).

Nach der 44 minütigen Sendung war ich zwiegespalten über das, was ich soeben gesehen hatte. Grundsätzlich wurde jedes Klischee das es über die schwedische Küche gibt bedient. Breiten Raum nahmen in diesem Beitrag die auch in Deutschland mehr als bekannten Köttbullar und der berüchtigte Surströmming ein. Das als Beispiel für einen Grill-Kiosk ausgerechnet der Laden eines ausgewanderten Österreichers gezeigt wurde und der schwedische Kunde erzählte, dass die Schweden keine ordentlichen Würste zu Stande bekommen, ist als Einstieg in die Sendung schon ein wenig kurios. Der Besuch eines ICA-Maxi hinterläßt bei Herrn Gerstl ungläubiges Staunen über die Vorliebe der Einheimischen für Käse in Tuben. Leider war die Schwedin die ihn während der Aufnahmen begleitete, auch nicht wirklich hilfreich in ihren Erklärungen. Sie fungierte wohl mehr als Übersetzerin der gesprochenen Worte und weniger als Übersetzerin in Fragen der Kultur.

Neu und interessant für mich war, dass es auch in Schweden Austern gibt, die eßbar sind. An der Westküste trifft Gernstl einen Austernfischer der dieser Beschäftigung schon in dritter Generation nachgeht.

Außerhalb Stockholms trifft er den Musiker Stefan Sundström, der in Schweden mittlerweile aufgrund seiner Bücher über das Leben am Land, seinen Blog über ökölogischen Landbau und seine dazugehörigen Bücher (z.B. Stefans lilla gröna) ebenso bekannt ist wie durch seine Musik. Leider zerfranst das Gespräch, da man sich offensichtlich nicht auf eine Interviewsprache einigen konnte. Warum Gernstls schwedische Begleitung nicht der Einfachheit halber gedolmetscht hat, war mir nicht klar.

Für mich pendelt der Film zwischen Ambition und Klischee. Auf jeden Fall waren es schöne Bilder, die gezeigt wurden.

Das Titelbild stammt von der Homepage des Bayrischen Rundfunks http://www.br.de

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s