Offside – eine schwedische Fussballzeitschrift

„Offside“ gehört in die Kategorie der Special-Interest Zeitschriften, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. In vielen Ländern gibt es zumindest eine Fussballzeitschrift die sich nicht mit dem aktuellen Spieltagsgeschehen auseindersetzt sondern die Hintergründe dieses vielgeliebten Sports beleuchtet. In Deutschland ist es „11 Freunde“, in Österreich „Ballesterer“ und in Schweden „Offside“.

Offensichtlich gibt es etliche Interessierte, die mehr über ihren Lieblingsport wissen wollen. „Offside“ trägt dem Rechnung. In jeder Ausgabe gibt es zumindest ein auf Schweden bezogenes Thema, sowie informative Artikel aus dem Rest der Fussballwelt.

In der letzten Ausgabe des Jahres 2013 war ein fünfzehn Seiten langer Artikel über Falkenberg FF zu finden. Dem Verein gelang mit Jahresende vollkommen überraschend der Aufstieg in die erste schwedische Liga (Allsvenskan). Wie unterschiedlich die Fussballwelten in Deutschland und Schweden sind, wurde in diesem Artikel überdeutlich. Falkenberg gelang mit einem der kleinsten Budgets der zweiten schwedischen Liga (Superettan) in der Höhe von rund 1,7 Millionen Euro der Aufstieg in die Allsvenkan. Auswärtsreisen nach Nordschweden werden im Regelfall mit dem Bus durchgeführt, was sich dann auf bis zu 1.900 km summieren kann, bis man wieder im heimischen Falkenberg ankommt. Dreimal in der Woche essen die Spieler gemeinsam zu Mittag. Jeweils drei, im vorhinein bestimmte Kaderspieler holen aus der nahegelegenen Laxrökeri das Essen für Alle.

In der ersten Ausgabe von 2014 wird über den katastrophalen Verlauf der WM 1990 für Schweden berichtet. In der Qualifikationsgruppe hat man sich noch gegen Kaliber wie England durchgesetzt und als Gruppenerster qualifiziert. Bei der WM in Italien setzte es Niederlagen gegen Brasilien, Schottland und Costa Rica. Somit war der WM-Traum nach der Vorrunde bereits ausgeträumt.

Genau diese Geschichten machen den Reiz von „Offside“ aus. Es wird nicht nur über den Glamour in den großen Ligen berichtet, sondern es zeigt auch den Fussball wie er abseits von Bayern, Barcelona oder Chelsea stattfindet.

Das Heft 1/2014 steht übrigens unter dem Motto „Förlorare“ (Verlierer). Eine große Story unter dem Titel „Neverkusen“ ist Bayer Leverkusen gewidmet und erzählt die Geschichte des Teams im Frühjahr 2002, als man mehrere Titel hätte gewinnen können.

Offside verfügt auch über eine hervorragende Webiste, hier ist der Link: http://www.offside.org/

Offside kann auch von Deutschland aus abonniert werden, der aktuelle Preis (Stand: 7.3.14) beträgt SEK 599,- für ein Auslandsabo. Hier ist der Link zur Bestellseite: http://offside.prenservice.se/


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